Diesen Mittwoch wurde vor dem Arbeitsgericht in Magdeburg der Fall eines FAU-Mitglieds um seinen ausstehenden Lohn verhandelt. Die Klage richtete sich gegen die Firma Messeshop aus Eimersleben bei Magdeburg, die den Gewerkschafter von Februar bis März 2012 beschäftigte. Nun, fast zwei Jahre später kann er endlich durchatmen: Das Gericht urteilte in erster Instanz zugunsten des Betroffenen, wodurch die Gegenseite nun verpflichtet ist die Rechnungen in voller Höhe plus Zinsen zu begleichen und die Gerichtskosten zu tragen. Nun steht noch die Klage eines weiteren Genossen an.
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12.06.2013
Gekämpft, geklagt, gewonnen!
FAU-Mitglied erhält nach fast zwei Jahren ausstehende Löhne. Die Firma Messeshop unterlag am Mittwoch einer Klage vor Gericht. Der Fall ist beispielhaft für die Ausnutzung von Unwissenheit migrantischer ArbeiterInnen in Deutschland und sollte Mut machen, gegen solche prekarisierende Arbeitsverhältnisse vorzugehen.
Diesen Mittwoch wurde vor dem Arbeitsgericht in Magdeburg der Fall eines FAU-Mitglieds um seinen ausstehenden Lohn verhandelt. Die Klage richtete sich gegen die Firma Messeshop aus Eimersleben bei Magdeburg, die den Gewerkschafter von Februar bis März 2012 beschäftigte. Nun, fast zwei Jahre später kann er endlich durchatmen: Das Gericht urteilte in erster Instanz zugunsten des Betroffenen, wodurch die Gegenseite nun verpflichtet ist die Rechnungen in voller Höhe plus Zinsen zu begleichen und die Gerichtskosten zu tragen. Nun steht noch die Klage eines weiteren Genossen an.
Diesen Mittwoch wurde vor dem Arbeitsgericht in Magdeburg der Fall eines FAU-Mitglieds um seinen ausstehenden Lohn verhandelt. Die Klage richtete sich gegen die Firma Messeshop aus Eimersleben bei Magdeburg, die den Gewerkschafter von Februar bis März 2012 beschäftigte. Nun, fast zwei Jahre später kann er endlich durchatmen: Das Gericht urteilte in erster Instanz zugunsten des Betroffenen, wodurch die Gegenseite nun verpflichtet ist die Rechnungen in voller Höhe plus Zinsen zu begleichen und die Gerichtskosten zu tragen. Nun steht noch die Klage eines weiteren Genossen an.
12.04.2013
Abschied von Markus
„Viele sterben zu spät, und Einige sterben zu früh.“, heißt es bei Nietzsche. Unser Genosse Markus Klawitter gehört leider zu den letzteren. Bereits am 18. September diesen Jahres erlag er im Alter von nur 48 Jahren einem Krebsleiden. Ende Oktober nahmen Freundinnen und Freunde in seiner Berliner Wahlheimat Abschied von ihm.
Wenn er auch Nietzsches Forderung, zur rechten Zeit zu sterben, nicht gerecht wurde, ließ diese Abschiedsfeier erahnen, dass er zumindest im Leben nicht so viel verkehrt gemacht haben kann – und dass es viele gibt, die ihm für sein Engagement dankbar sein müssen.
Wenn er auch Nietzsches Forderung, zur rechten Zeit zu sterben, nicht gerecht wurde, ließ diese Abschiedsfeier erahnen, dass er zumindest im Leben nicht so viel verkehrt gemacht haben kann – und dass es viele gibt, die ihm für sein Engagement dankbar sein müssen.
11.30.2013
Trotz Verurteilung wegen illegaler Leiharbeit: Böll-Stiftung erhält Spaltung der Belegschaft aufrecht
Der erste der aus dem Betrieb verdrängten KollegInnen ist nach einem Gerichtsurteil wieder im Betrieb; weitere werden folgen. Offenbar hat die Geschäftsführung der grünen Böll-Stiftung jedoch vor, die KollegInnen vom normalen Betrieb im Konferenzzentrum getrennt zu halten und sie schnell wieder loszuwerden, um weiter ungestört auf Leiharbeit und Outsourcing setzen zu können.
Nach dem Urteil gegen die grüne Böll-Stiftung vom 05.09.2013 hätte der vor Gericht erfolgreiche Kollege eigentlich umgehend wieder so beschäftigt werden müssen, wie es vor seiner Verdrängung aus dem Betrieb der Fall war. Die FAU Berlin musste jedoch viele Wochen darum kämpfen, dass der Kollege Lohn und Arbeit bekommt. Die Stiftung hat ihm zwar inzwischen beides gegeben, doch sie hat natürlich nur einen Bruchteil der ausstehenden Summe gezahlt.
Nach dem Urteil gegen die grüne Böll-Stiftung vom 05.09.2013 hätte der vor Gericht erfolgreiche Kollege eigentlich umgehend wieder so beschäftigt werden müssen, wie es vor seiner Verdrängung aus dem Betrieb der Fall war. Die FAU Berlin musste jedoch viele Wochen darum kämpfen, dass der Kollege Lohn und Arbeit bekommt. Die Stiftung hat ihm zwar inzwischen beides gegeben, doch sie hat natürlich nur einen Bruchteil der ausstehenden Summe gezahlt.
11.29.2013
25. Kongress der IAA in Valencia
Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA) hält ihren 25. Kongress am 6, 7 und 8 Dezember ab, wobei eine gleichzeitig abgehaltene Kulturkonferenz ökonomische, historische und sozio-kulturelle Aspekte in den internationalen Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter integriert.
147 Jahre nach Gründung der Ersten Internationalen treffen sich die verschiedenen Sektionen der IAA in Valencia unter dem Motto „One World, One Fight“.
Das Hauptziel blieb trotz unzähliger Ereignisse und Schwierigkeiten über nahezu anderthalb Jahrhunderte hinweg das Gleiche: die ökonomische Emanzipation der Arbeiterklasse. Dieses Ziel basiert auf soliden Prinzipien, die sich gegen die Ausbeutung der Arbeit und gegen die vom Kapital zum eigenen Profit gelenkten Kriege, bewährt haben – eine Assoziation von Organisationen, welche die Arbeiterinnen und Arbeiter unabhängig ihrer Herkunft verteidigt, mit der Überzeugung, dass wir alle dem gleichen Feind gegenüberstehen.
147 Jahre nach Gründung der Ersten Internationalen treffen sich die verschiedenen Sektionen der IAA in Valencia unter dem Motto „One World, One Fight“.
Das Hauptziel blieb trotz unzähliger Ereignisse und Schwierigkeiten über nahezu anderthalb Jahrhunderte hinweg das Gleiche: die ökonomische Emanzipation der Arbeiterklasse. Dieses Ziel basiert auf soliden Prinzipien, die sich gegen die Ausbeutung der Arbeit und gegen die vom Kapital zum eigenen Profit gelenkten Kriege, bewährt haben – eine Assoziation von Organisationen, welche die Arbeiterinnen und Arbeiter unabhängig ihrer Herkunft verteidigt, mit der Überzeugung, dass wir alle dem gleichen Feind gegenüberstehen.
11.17.2013
Neue Direkte Aktion erschienen: DA #220 - November / Dezember 2013 Schwerpunkt: Stadt
Zurzeit ist ja wieder viel los in den Städten der Welt. Und zumindest medial scheint es so, als ob sich mittlerweile alle großen Bewegungen explizit auf die Stadt oder zumindest auf einen ihrer Plätze beziehen. Oppositionelle besetzten den Taksim-Platz in Istanbul, in Rio de Janeiro ist aus den Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen der städtischen Busse eine Protestbewegung entstanden und irgendwie scheint es als hätte die ägyptische Revolution ausschließlich auf dem Tahrir-Platz stattgefunden. Haben Kämpfe in den Städten auch einen gewerkschaftlichen Charakter, vielleicht sogar einen syndikalistischen? Im Schwerpunkt beschäftigt sich die aktuelle DA mit dem Zusammenspiel der Kämpfe in Fabrik und Stadt. Außerdem geht es in dieser Ausgabe um den DGB-Tarifabschluss zur Leiharbeit, soziale Verdrängung in Marseille, Arbeit im Knast und vieles mehr.
11.07.2013
Aktionen gegen Impuls gehen weiter
Im Oktober organisierten wir drei Protestposten vor Impuls Niederlassungen und eine Reihe weiterer informeller Aktionen, inklusive eines Treffen mit ArbeiterInnen, Postern, etc. Die Impuls Agentur hat die ArbeiterInnen nicht rechtzeitig bezahlt.. Seit einem Jahr gibt es Probleme mit dieser Agentur. Viele Menschen arbeiten ein paar Monate für das Unternehmen, doch sobald sie sehen, dass sie nicht ausgezahlt werden, hören sie auf. Andere wiederum arbeiten monatelang und hoffen auf die Auszahlung ihres Gehalts. Jetzt werden einige ArbeiterInnen aktiv, um sich das Geld zu besorgen, das man ihnen schuldet.
Anstatt die ArbeiterInnen zu bezahlen, bedroht Impuls die ArbeiterInnen und die GewerkschafterInnen, die sie unterstützen. Der Anwalt von Impuls ist sehr geschäftig. Er hat uns mit einem Bußgeld von 30.000 € gedroht, falls wir über die Sache schreiben. Ein Arbeiter der gekündigt hatte und vor einem Büro demonstrierte, wurde ebenso von Anwälten bedroht. Impuls hat uns bei verschiedenen Gelegenheiten bei der Polizei angezeigt.
Anstatt die ArbeiterInnen zu bezahlen, bedroht Impuls die ArbeiterInnen und die GewerkschafterInnen, die sie unterstützen. Der Anwalt von Impuls ist sehr geschäftig. Er hat uns mit einem Bußgeld von 30.000 € gedroht, falls wir über die Sache schreiben. Ein Arbeiter der gekündigt hatte und vor einem Büro demonstrierte, wurde ebenso von Anwälten bedroht. Impuls hat uns bei verschiedenen Gelegenheiten bei der Polizei angezeigt.
11.04.2013
Gegen die Repression von FORD-Arbeiter/innen!
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| FORD Köln 07.11.2012 ( Foto: LabourNet) |
Als im November letzten Jahres etwa 200 von der Schließung betroffene Belgier/innen zu den Verhandlungen des europäischen Gesamtbetriebsrates über den Sozialplan vor das Kölner Werksgelände gezogen waren, hatten einige brennende Autoreifen und eine kaputte Glasscheibe den größten Polizeieinsatz seit Jahren ausgelöst.
Die von der belgischen Streikkultur völlig überforderte deutsche Polizei, die mit Feuerwerk begrüßt wurde, hatte hunderte Arbeiter/innen stundenlang zur Personalienaufnahme eingekesselt und einige mit zum Polizeipräsidium nach Kalk abgeführt. Gegen 24 FORD-Arbeiter/innen waren Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, auf die sich nun die von der Kölner Staatsanwaltschaft beantragten Strafbefehle beziehen.
10.30.2013
Zur Verteidigung der entlassenen Krogal Arbeiterinnen
Am 14 Oktober begab
sich eine Delegation aus verschiedenen Gewerkschaften zum Besitzer
der Krogal Fabrik in Glucholazy um die Wiedereinstellung zweier
entlassener Kolleginnen einzufordern. Die ZSP beteiligte sich an dieser
Aktion, gemeinsam mit Gewerkschaften der Energiekraftwerke von
Belchatow und Opole, der Opel-Fabrik in Opole und der Gewerkschaft
der Holzarbeiter. Die Gewerkschaften rufen die Fabrikleitung dazu auf
ihre Entscheidung rückgängig zu machen, sonst werden weitere
Schritte gegen das Unternehmen eingeleitet.
Die Situation begann
mit einem Zeitungsartikel. Journalisten der Nowa Trybuna Opolska
entschieden sich dazu einen Bericht über Menschen mit
Mindesteinkommen zu verfassen. Sie interviewten mehrere Arbeiterinnen
anonym, ohne dass ihre Namen oder der Namen des Unternehmens genannt
wurde. Doch es gab einen Boss, der sein Unternehmen in einem
Interview wiedererkannte, nämlich der Boss der Krogal Fabrik in
Glucholazy. Am nächsten Tag begannen eine Hexenjagd auf die Arbeiterin, die das Interview gegeben hatte. Zwei Arbeiterinnen wurden
anhand persönlicher Details, die sie im Interview genannt hatten,
identifiziert: ein Herzinfarkt, eine kranke Tochter... Nachdem die
zwei Arbeiterinnen identifiziert worden sind, wurden sie, obwohl sie nie
etwas Schlechtes über den Arbeitsplatz gesagt hatten, entlassen.
10.26.2013
FAU demonstriert vor Böll-Stiftung
Am Freitagabend demonstrierten über 60 FAU-GewerkschafterInnen sowie solidarische KollegInnen und AktivistInnen u.a. von IWW und ASJ gemeinsam vor der Heinrich Böll Stiftung (HBS) gegen den Kurs der Geschäftsführung, Verhandlungen zu verweigern und Einzelgespräche mit klagenden ehem. Beschäftigten zu forcieren.
Insbesondere lehnt die FAU Berlin es ab, ihre Mitglieder der Vereinzelung Preis zu geben und nicht als Gewerkschaft für die Belange ihrer Mitglieder verhandeln zu können. Eine Woche zuvor hat die HBS sich jeglichen Verhandlungen mit der FAU Berlin verweigert. Ein Mitglied, das erfolgreich gegen die Stiftung geklagt hatte und nun rückwirkend festangestellt ist, erhält seit dem Prozess im September keinen Lohn.
10.22.2013
Lohnspiegel für Dresdner Gastronomie-Betriebe online!
Eine erste Übersicht über Gehälter in der Dresdner Gastronomie-Branche ist ab heute hier abrufbar.
Bis jetzt gaben Kolleg_innen aus sieben Betrieben ihre Gehälter zur Veröffentlichung frei, wir hoffen das diesem Beispiel nun schnell weitere folgen werden. Angaben können anonym unter bng-dd(at)fau.org gemacht werden. Damit eine möglichst einheitliche Übersicht entsteht gebt nach Möglichkeit bitte auch folgendes an: Ist der Lohn brutto oder netto? Seid ihr als Selbstständige im Betrieb? Bekommt ihr bezahlten Urlaub und behaltet die Trinkgelder? Habt ihr ausreichend Personal für die zu leistende Arbeit? Wir freuen uns über jede Einsendung, natürlich auch von Köch_innen, Putzkräften, Lagerist_innen usw.. Auf Wunsch bieten wir euch selbstverständlich gleich gewerkschaftliche Beratung an.
Bis jetzt gaben Kolleg_innen aus sieben Betrieben ihre Gehälter zur Veröffentlichung frei, wir hoffen das diesem Beispiel nun schnell weitere folgen werden. Angaben können anonym unter bng-dd(at)fau.org gemacht werden. Damit eine möglichst einheitliche Übersicht entsteht gebt nach Möglichkeit bitte auch folgendes an: Ist der Lohn brutto oder netto? Seid ihr als Selbstständige im Betrieb? Bekommt ihr bezahlten Urlaub und behaltet die Trinkgelder? Habt ihr ausreichend Personal für die zu leistende Arbeit? Wir freuen uns über jede Einsendung, natürlich auch von Köch_innen, Putzkräften, Lagerist_innen usw.. Auf Wunsch bieten wir euch selbstverständlich gleich gewerkschaftliche Beratung an.
Quelle: www.fau.org
FAU Dresden beteiligte sich an „Pflege braucht Zukunft!“-Demonstration
Egal ob im Krankenhaus, ambulant oder privat zu Hause. Wer andere Menschen pflegt ist in Deutschland meist prekarisiert, hat mit Arbeitslast und Bürokratie zu kämpfen. Nicht zu letzt geht dies auch zu Lasten der Pflegebedürftigen. Aus diesem Grund nahm die FAU Dresden auch dieses Jahr wieder an der Demonstration des örtlichen Pflegeaktionstages am 17. Oktober teil.
Dies war mit ca. 350-450 Teilnehmenden etwas schwächer besucht als im Vorjahr. Hier zeigte sich, dass das Bündnis nicht nur stärker in die einzelnen Betriebe getragen, sondern auch, dass im Hinblick auf Tag und Uhrzeit mehr Rücksicht auf potentielle Unterstützer_innen genommen werden muss, die so vielfach noch ihrer eigen Erwerbstätigkeit nachgingen.
Das Demonstrationsbündnis forderte auch in diesem Jahr mehr Angebote zur Entlastung von Angehörigen, ein Pflegezeitgesetz mit verbesserten Ansprüchen für Pflegende, höhere Entgelte für ambulante Pflegeleistungen, mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und weniger Bürokratie im Pflegealltag. Darüber hinaus forderte die FAU Dresden auch noch den freien Zugang für Pflegebedürftige zu ambulanten Pflegeangeboten, unabhängig der finanziellen Lage, die Förderung von Lebensmodellen in selbstgewählten, sozialen Umfeldern für Pflegebedürftige, die Überwindung der Geschlechterungleichheit bei Pflegetätigkeiten und den Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützung und Selbsthilfe. Zur Erreichung dieser Ziele argumentierte die Basisgewerkschaft für transnationale Zusammenarbeit, entschlossene Arbeitskämpfe und eine ganzjährige Vernetzungs- und Kampagnenarbeit von Basisgruppen aus Pflegenden und Gepflegten. Ein Redebeitrag wurde der FAU von den Veranstalter_innen leider nicht eingeräumt.
Dies war mit ca. 350-450 Teilnehmenden etwas schwächer besucht als im Vorjahr. Hier zeigte sich, dass das Bündnis nicht nur stärker in die einzelnen Betriebe getragen, sondern auch, dass im Hinblick auf Tag und Uhrzeit mehr Rücksicht auf potentielle Unterstützer_innen genommen werden muss, die so vielfach noch ihrer eigen Erwerbstätigkeit nachgingen.
Das Demonstrationsbündnis forderte auch in diesem Jahr mehr Angebote zur Entlastung von Angehörigen, ein Pflegezeitgesetz mit verbesserten Ansprüchen für Pflegende, höhere Entgelte für ambulante Pflegeleistungen, mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und weniger Bürokratie im Pflegealltag. Darüber hinaus forderte die FAU Dresden auch noch den freien Zugang für Pflegebedürftige zu ambulanten Pflegeangeboten, unabhängig der finanziellen Lage, die Förderung von Lebensmodellen in selbstgewählten, sozialen Umfeldern für Pflegebedürftige, die Überwindung der Geschlechterungleichheit bei Pflegetätigkeiten und den Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützung und Selbsthilfe. Zur Erreichung dieser Ziele argumentierte die Basisgewerkschaft für transnationale Zusammenarbeit, entschlossene Arbeitskämpfe und eine ganzjährige Vernetzungs- und Kampagnenarbeit von Basisgruppen aus Pflegenden und Gepflegten. Ein Redebeitrag wurde der FAU von den Veranstalter_innen leider nicht eingeräumt.
10.20.2013
Italien: Generalstreik der Basisgewerkschaften
Für den 18. Oktober 2013 hatten zahlreiche Basisgewerkschaften, darunter die anarchosyndikalistische USI-IAA, in mehreren italienischen Städten zu einem Generalstreik aufgerufen. Diese Proteste fanden statt angesichts der wachsenden Anzahl von Verlierer/innen der Wirtschaftskrise: Erwerbslose, prekär im Niedriglohnbereich, in Zeitarbeit oder illegal Beschäftigte, Obdachlose und von Räumung bedrohte Mieter/innen, sowie Menschen ohne öffentliche Gesundheitsversorgung.
Die Lücke zwischen der armen Bevölkerung und einigen Super-Reichen wird dabei immer größer. Und während in Spanien, Griechenland und der Türkei die Massen auf die Straße gehen passiert in Italien relativ wenig. Die zum Aktionstag zusammengeschlossenen Basisgewerkschaften wollen daher nicht länger hinnehmen, dass die grundlegenden Rechte und Bedürfnisse weiter in einem Klassenkampf von oben zerstört werden.
Die Lücke zwischen der armen Bevölkerung und einigen Super-Reichen wird dabei immer größer. Und während in Spanien, Griechenland und der Türkei die Massen auf die Straße gehen passiert in Italien relativ wenig. Die zum Aktionstag zusammengeschlossenen Basisgewerkschaften wollen daher nicht länger hinnehmen, dass die grundlegenden Rechte und Bedürfnisse weiter in einem Klassenkampf von oben zerstört werden.
Kampagne für 8,50 € Mindestlohn und Lohnspiegel in Dresdner Gastronomie-Branche
Pressemitteilung der I-BNG zu den Aktionen Ende Oktober
Im Oktober wartet die Ende Juli gegründete „Initiative Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie“ (I-BNG) gleich mit drei öffentlichen Aktionen auf. Am 21. Oktober veranstaltet die Gewerkschaftsinitiative in der Martin-Luther-Straße 13 um 18 Uhr ein erstes öffentliches Arbeitsrechtsseminar für Beschäftigte in der Branche. Am selben Tag wird die Lohntabelle für Gastronomie-Betriebe Dresdens online gehen, sie soll als Orientierung für Kund_innen und Kolleg_innen auf Job-Suche dienen. Am 25. Oktober wird im „Wums e.V.“ ab 20 Uhr dann der Startschuss zur Kampagne für 8,50 € Mindestlohn in allen Dresdner Branchen-Betrieben gegeben.
Im Oktober wartet die Ende Juli gegründete „Initiative Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie“ (I-BNG) gleich mit drei öffentlichen Aktionen auf. Am 21. Oktober veranstaltet die Gewerkschaftsinitiative in der Martin-Luther-Straße 13 um 18 Uhr ein erstes öffentliches Arbeitsrechtsseminar für Beschäftigte in der Branche. Am selben Tag wird die Lohntabelle für Gastronomie-Betriebe Dresdens online gehen, sie soll als Orientierung für Kund_innen und Kolleg_innen auf Job-Suche dienen. Am 25. Oktober wird im „Wums e.V.“ ab 20 Uhr dann der Startschuss zur Kampagne für 8,50 € Mindestlohn in allen Dresdner Branchen-Betrieben gegeben.
10.16.2013
Böll-Stiftung verweigert Verhandlungen
Am 11. Oktober fand ein Gespräch zwischen der Heinrich Böll Stiftung
(HBS) und der FAU Berlin statt. Nachdem am 5. September das Berliner
Arbeitsgericht einer Klage auf Festanstellung eines FAU-Mitglieds
stattgab, wurde in der grünen Stiftung illegale Leiharbeit festgestellt.
Bei dem Gespräch sollte es u.a. um eine außergerichtliche Einigung über
die Frage der Vergütung des nunmehr festangestellten Beschäftigten
gehen, sowie um eine mögliche Einigung für noch anstehende Klagen auf
Festanstellungen. Die FAU Berlin befindet sich seit mehreren Monaten im
Konflikt mit der Stiftung aufgrund prekärer Beschäftigung und
Outsourcing. Wiederholt hatte sie Verhandlungsbereitschaft signalisiert,
doch erst der enorme öffentliche Druck bewegte die Geschäftsführung
dazu, auf das letzte Angebot kurz vor den Bundestagswahlen einzugehen.
10.01.2013
Solidarität mit dem Arbeitskampf bei Santander/Isban!
Für den 1. Oktober 2013 hat die spanische Gewerkschaft CNT-IAA aus Solidarität mit den kämpfenden Arbeiter/innen bei ISBAN zu einem weltweiten Aktionstag gegen die Bank Santander aufgerufen.
Der Arbeitskampf bei Santander/Isban geht weiter, da das Unternehmen kein Anzeichen für Dialogbereitschaft zeigt. Nachdem der Gewerkschaftsdelegierte der CNT-IAA entlassen wurde, wird nun international zu koordinierten Protestaktionen aufgerufen.
9.25.2013
Serbien: Neue Repression und konstruierte Anklagen gegen ASI-IAA
Das Gerichtssystem in Serbien übt weiterhin Druck auf Mitglieder der Anarchosyndikalistischen Initiative (ASI-IAA) aus und hat Gerichtsverfahren gegen sie konstruiert. Da die Grundlage dieses Rechtssystems bekannt ist und da die Absichten und Ziele der Gewerkschaftsföderation klar erkennbar sind, verwundert dieses Verhalten der Gerichte nicht.
9.19.2013
Grüne Abgeordnete in Frankfurt wieder mit Protest gegen prekäre Arbeitsbedingungen bei der Heinrich-Böll-Stiftung konfrontiert
Die FAU Frankfurt hat den Protest gegen prekäre Arbeitsbedingungen an die Landtagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche und Marcus Bocklet sowie an den Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour bei einer Veranstaltung mit ca. 40 Teilnehmern herangetragen. Nouripour versprach, die Angelegenheit zu verfolgen. Schulz-Asche verwies darauf, dass dies bereits die zweite Veranstaltung der Grünen sei, die von der FAU Frankfurt besucht wurde, verteidigte die Leiharbeit als notwendig für Unternehmen und zog sich darauf zurück, dass das Arbeitsgericht nun für Recht und Ordnung sorgen würde. Bocklet äußerte sich gar nicht.
9.15.2013
8.10.2013
Konferenz: Syndikalisten beim Aufstand im Warschauer Ghetto
| Polnische Gedenktafel für die 104. Kompanie der Syndikalisten |
Am 9. August
2013 tagte im Museum des Warschauer Aufstandes eine Konferenz über
die Bedeutung der Anarchosyndikalisten beim bewaffneten Kampf gegen
die Nazis und deren allgemeine Geschichte in Polen. Es ging vor allem
um die Entstehung der Związek Syndykalistów Polskich (ZSP), die
104. Kompania Syndykalistów (104. Kompanie der Syndikalisten), den Zustand des polnischen
Syndikalismus zur damaligen Zeit und den Vergleich zwischen
polnischem Syndikalismus mit anderen revolutionär-syndikalistischen
oder anarchosyndikalistischen Organisationen.
Den Anfang machte Herr Szymon
Niedziela, ein am Museum beschäftigter Historiker. Er gab einen sehr
genauen und ausführlichen Einblick in die verschiedenen Aktionen der
ZSP während des Aufstandes. Dazu gehörten neben dem bewaffneten
Kampf gegen die Nazis auch fahrende Küchen zur Versorgung der
Bevölkerung, eine intensive Verlagsarbeit, bei der regelmäßig über
den neusten Stand des Aufstandes berichtet wurde und andere
Initiativen. Herr Niedziela erzählte einige sehr aufschlussreiche,
aber auch traurige Geschichten über das Verhältnis der Heimatarmee
zur ZSP. So informierte die Heimatarmee die ZSP nicht rechtzeitig
über den Beginn des Aufstand und sie waren die Letzten auf den
Barrikaden, als bereits große Teile der Kämpfenden aus der Warschauer
Altstadt evakuierten.
Solidaritätsaktionen beim Supermarkt Minipreço (Portugal)
Am Abend des 25. Juli fanden Protestaktionen in den Städten Porto, Lissabon und Faro statt, um Solidarität mit den vier Arbeiter/innen der Supermarktkette „Minipreço“ zu zeigen. Wegen ihrer Teilnahme an dem Generalstreik vom 27. Juni waren sie von ihrem Arbeitgeber in andere Filialen zwangsversetzt worden. Zu den Unterstützungsaktionen war von solidarischen Menschen im Internet aufgerufen worden.
In Porto wurden von 19 bis 21 Uhr die Kassen der betroffenen Filiale in der Rua Miguel Bombarda blockiert, wobei mehr als 200 Kund/innen und Passant/innen über den Fall informiert wurden. Tage zuvor waren bereits Solidaritätsplakate in der Nähe des Geschäftes aufgehängt worden.
In Porto wurden von 19 bis 21 Uhr die Kassen der betroffenen Filiale in der Rua Miguel Bombarda blockiert, wobei mehr als 200 Kund/innen und Passant/innen über den Fall informiert wurden. Tage zuvor waren bereits Solidaritätsplakate in der Nähe des Geschäftes aufgehängt worden.
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