3.12.2011

Aktionen für freies Wohnen und Gedenken an die ermordete Aktivistin

Am 10.03 hielten wir [ZSP] eine Veranstaltung für die öffentliche Kontrolle von Wohnraum statt. Da wir die Regierung nicht anerkennen, nehmen wir die Angelegenheiten jetzt selbst in die Hand. Die Presse bekam von uns zu hören, dass wir Menschen, die von der Stadt keinen öffentlichen Wohnraum zugeteilt bekommen, über leer stehende Wohnungen informieren und ihnen bei der Besetzung helfen. Eigentlich war heute eine öffentliche Besetzungsaktion eingeplant, doch aufgrund des tragischen Todes unserer Kollegin Jolanta Brzeska, kam eine ganz andere Stimmung auf.
Wir redeten über die Tragödie von Jolanta und die tödliche Politik der Stadt. Wir verurteilten die Passivität der Politik, die Spekulationen, den Kapitalismus und wiederholten unsere Forderungen. Nach der Kundgebung machten sich die Leute zu einem Treffen von Verwaltern öffentlichen Wohnraums auf. Resolut übernahmen sie das Treffen mit kritischen Reden und erklärten, dass man den anwesenden Bürokraten nichts mehr zu sagen hätte.
Trotz der harten Zeit, welche die Tochter von Jola im Augenblick durchlebt, kam sie vorbei und hielt eine ausgesprochen beeindruckende Rede. Danach verließen die Menschen den Ort und gingen zu Jolas Haus, wo sie Kerzen anzündeten und eine kleine Gedenkandacht abhielten.

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